Missions-Benediktiner

 

Die Benediktinerkongregation von Sankt Ottilien ist ein Klosterverband von 18 selbstständigen Klöstern. Die Kongregation wurde 1884 gegründet und begann 1888 das klösterliche Leben in St. Ottilien. In Deutschland gehören die Abteien Münsterschwarzach, Schweiklberg in Vilshofen und Königsmünster in Meschede zur Kongregation. Ungefähr 1000 Mönche leben in den Klöstern in Europa, Asien, Afrika und Amerika.

 

Die Klöster der Kongregation von Sankt Ottilien verbinden monastisches Leben mit Mission. Daher stammt der Name Missionsbenediktiner. Gleich nach der Gründung zogen Missionare nach Asien und Afrika. Nach dem Aufbau der kirchlichen Strukturen entstanden überall Klöster. Neben der pastoral missionarischen Tätigkeit widmen sich die Mönche verschiedenen Aufgaben, die auf die örtlichen Bedürfnisse reagieren. In Afrika unterhalten sie Krankenhäuser, Schulen alle Art und beteiligen sich an Armutsbekämpfung und Umweltaufgaben. In Asien stehen die geistlichen Häuser, das Handwerk und die Kunst im Vordergrund. In Deutschland unterhalten die Klöster Schulen, geistliche Häuser, Verlage und werben in den sogenannten Missionsprokuren für Hilfe für die sozialen Einrichtungen in armen Ländern.

 

Alle Klöster versuchen nach der Klosterregel des Heiligen Benedikt zu leben. Diese Klosterregel wurde vor 1500 vom Heiligen Benedikt verfasst. Alle Benediktinerklöster weltweit sind in der benediktinischen Konföderation zusammen geschlossen. Der Repräsentant der Föderation ist der Abt Primas in Rom. Derr Jetzige Abt Primas, Notker Wolf, war vorher Erzabt von St. Ottilien.

Ordenskürzel: OSB

(Ordo Sancti Benedicti)

 

www.ottilien.de

www.missionsbenediktiner.de

Congregatio Jesu

 

Die Congregatio Jesu ist eine Ordensgemeinschaft von Frauen nach dem Vorbild der Jesuiten. Sie wurde Anfang des 17. Jahrhunderts von der englischen Ordensschwester Maria Ward zum Zweck der Mädchenbildung gegründet. Die Congregatio Jesu wurde damit zur Wegbereiterin für eine bessere Bildung von Mädchen. Viele Schulen tragen heute den Namen Maria Ward.

Als Ordensregel haben die Schwestern die Konstitutionen der Jesuiten übernommen und in ergänzenden Normen an die heutige Zeit und das geltende Kirchenrecht angepasst. Ihren Name „Congregatio Jesu“ tragen sie seit 2004 offiziell, er ist gleichzeitig auch ihr Programm: Die Schwestern sind Gottes wegen für die Menschen da und der Menschen wegen für Gott.

 

Zur Mitteleuropäischen Provinz zählen zahlreiche Gemeinschaften in Deutschland, Österreich und Südtirol. Sitz des Provinzialates ist München. Im Zentrum ihres Dienstes steht die Verkündigung Gottes – ob im seelsorgerlichen Dienst, im Dienst für Bildung und Erziehung oder im sozialen Einsatz.

 

Seit ihrer Gründung Anfang des 17. Jahrhunderts breitete sich die Congregatio Jesu in viele Länder der Welt aus. Heute gehören zu ihr rund 2000 Schwestern in mehr als 20 Ländern.

Ordenskürzel: CJ

(Congregatio Jesu)

 

www.congregatiojesu.org

Jesuiten

 

Der Begriff „Jesuit“ kommt von „Jesus“. Und so verstehen sich die Jesuiten auch: als „Gefährten Jesu“ – Männer, die in Freundschaft zu Jesus Christus leben und sich von Ihm in Dienst nehmen lassen.

 

Der Jesuiten-Orden wurde im 16. Jahrhundert von Ignatius von Loyola und seinen Gefährten gegründet. Aufgrund Ignatius' Erfahrungen entsteht eine „Anleitung“ zum Beten mit allen Sinnen, die „Exerzitien“ (Geistlichen Übungen). Im Zentrum steht die Erkenntnis: Der Mensch kann Gott in allen Dingen finden.

 

Zur deutschen Provinz der Jesuiten gehören Gemeinschaften (Kommunitäten) im deutschen Bundesgebiet, aber auch in Dänemark und Schweden. Die Provinz zählt heute knapp 400 Mitglieder. Sitz des Provinzialates ist München. Der Orden unterhält verschiedene Einrichtungen im schulischen und universitären Bereich, engagiert sich in der Citypastoral, der Kinder- und Jugendarbeit, im Bereich von Film- und Medienproduktionen, Exerzitienarbeit und kümmert sich im Rahmen seines weltweiten Dienstes um Flüchtlinge.

 

Als Gemeinschaft von Priestern und Brüdern nehmen die Jesuiten Teil am missionarischen Auftrag der weltumspannenden Kirche und sind in besonderer Weise verbunden mit dem Papst in Rom.

 

Jesuiten arbeiten zusammen mit Menschen aus allen Völkern der Erde: Frauen, Männer und Kinder, die sich mit ihnen in Kirche und Gesellschaft zur größeren Ehre Gottes (ad majorem Dei gloriam) engagieren.

Ordenskürzel: SJ

(Societas Jesu)

 

www.jesuiten.org

Franziskanerinnen von Sießen

 

Die Franziskanerinnen in Sießen beschäftigt schon seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert die spannende Frage, wie das Leben im Geist des heiligen Franziskus praktisch aussieht - und zwar für sie als Gemeinschaft und für jede Einzelne. Sie verehren Jesus Christus als Urgrund und Mitte ihres Lebens. Das konkretisiert sich täglich in der Betrachtung von Gottes Wort, in der Feier der Eucharistie und im Stundengebet als Zeiten der dankbaren Zuwendung zu Gott.

 

Die Sießener Schwestern gehören zur großen Familie der Franziskanerinnen, die im Lauf der Jahrhunderte aus dem Dritten Orden des Hl. Franziskus herausgewachsen sind. Dieser wurde im 13. Jahrhundert gegründet und bestand ursprünglich aus Laien, die sich dem Werk des heiligen Franziskus zugehörig fühlten. Die Mehrzahl der Franziskanerinnen arbeitet heute im sozial-karitativen Bereichen. Die Franziskanerinnen von Sießen wurden im Jahr 1854 mit dem Auftrag Erziehung und Bildung für Mädchen und Frauen gegründet. Heute sind sie außer in Erziehung und Bildung u.a. auch in pastoralen und therapeutischen Arbeitsfeldern tätig.

Ordenskürzel: OSF

(Ordo Sancti Francisci)

 

www.klostersiessen.de

Herz-Jesu-Priester

 

Die Herz-Jesu-Priester wurden 1878 vom französischen Priester Léon Gustave Dehon gegründet. Nach ihrem Gründer werden sie auch „Dehonianer“ genannt.

 

Ihnen ist eines gemeinsam: der Entschluss, ihr Leben Gott und den Menschen zu widmen. Gemeinschaft als Leben und Erleben ist sehr wichtig und war für viele ein entscheidender Grund, Herz-Jesu-Priester zu werden. In einer Zeit, in der viele Menschen über Einsamkeit und Verlorenheit klagen, haben die Herz-Jesu-Priester ihren Platz in einer Gruppe gefunden.

Aber diese Gruppe ist kein Selbstzweck. Letztlich orientiert sich ihr Leben im Orden an der Ausrichtung auf Gott. Er ist das Ziel und verbindet sie über alle Unterschiede hinweg.

 

Die Herz-Jesu-Priester gibt es seit 1908 in Deutschland. Sie haben seitdem verschiedene Häuser und Niederlassungen gegründet. Derzeit führen sie Kommunitäten an sieben Standorten.

 

Sie sind ein apostolischer Orden, für die Priester ist also die Arbeit im Alltag und der Kontakt mit Menschen entscheidend. Große Anliegen sind ihnen die Themen „Bildung“ und „Erziehung“. Aber auch die spirituelle Dimension ihrer Arbeit ist wichtig: Ob Exerzitien, Meditationen oder Bibelkreise – das Bedürfnis des Menschen nach einer tieferen Erfahrung seines Lebens hat bei den Priestern einen sehr hohen Stellenwert.

 

Zudem ist die Begleitung in Glaubensfragen ein zentraler Dienst. Viele der Mitbrüder sind in der Pfarr- oder Wallfahrtsseelsorge tätig. Sie helfen in Krankenhäusern und der Obdachlosenarbeit, engagieren sich in der psychologischen und psychotherapeutischen Begleitung.

Ordenskürzel: SCJ

(Congregatio Sacerdotum a Sacro Corde Iesu)

 

www.scj.de

Kapuziner

 

Die Kapuziner sind ein franziskanischer Bettelorden und gehören – neben den Franziskanern und den Minoriten – zum Zweig des Ersten Ordens des heiligen Franziskus. Die Kapuziner sind bekannt für ihr aktives Engagement in der Sonder- und Randgruppenseelsorge und in sozial-pastoralen Projekten.

 

Das Evangelium bewegt die Kapuziner. Ihr braunes Ordensgewand weist auf Franziskus von Assisi. Er wurde Anfang des 13. Jahrhunderts als „Bruder aller Menschen“ bekannt. Franziskus wollte wie Jesus arm sein. Einfach und engagiert lebte er das Evangelium. Seiner neuen Lebensform schlossen sich damals viele Männer an. Es entstand der Orden der Minderen Brüder. An der Frage, wie man echt und einfach ein Bruder des Franziskus und der Menschen ist, schieden sich im Laufe der Zeit immer wieder die Geister. Im 16. Jahrhundert entstand die Bewegung der Minderen Brüder Kapuziner. Sie nahmen in Einsiedeleien Maß am intensiven Gebetsleben des heiligen Franziskus. Von dort aus gingen sie zu den Menschen und wurden sehr bald geschätzt als volksverbunden und bodenständig, als Männer einfachen Gebetes und klarer Worte.

 

Das heißt heute: Die Kapuziner wollen einfach und engagiert das Evangelium leben – beten, dienen, gemeinsam leben.

 

Die Deutsche Kapuzinerprovinz hat seit 2010 ihren Sitz in München. Sie umfasst bundesweit knapp 160 Brüder in 18 Niederlassungen. Neben der Arbeit in sozial-karitativen Projekten in Deutschland sind die Kapuziner in der Missionsarbeit in Chile, Mexiko, Indonesien und Albanien aktiv.

 

Ordenskürzel: OFMCap

(Ordo Fratrum Minorum Cappucinorum)

 

www.kapuziner.org

Barmherzige Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul

 

Die Schwestern der Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe vom heiligen Vinzenz von Paul, Dienerinnen der Armen – in Deutschland Vinzentinerinnen genannt – spüren bis heute das Drängen der Liebe Christi. Dieses Drängen ist für sie Ansporn und Kraftquelle, um ihren Dienst den Menschen widmen zu können, die nicht die Kraft und nicht die Chance haben, die Fülle der von Gott eröffneten Möglichkeiten für sich und ihr Leben mit anderen Menschen wahrzunehmen.

 

Die Genossenschaft der „Töchter der christlichen Liebe“ wurde vom heiligen Vinzenz von Paul und der heiligen Louise von Marillac 1633 in Paris gegründet. Damals wagten es Vinzenz und Louise zum ersten Mal in der Kirchengeschichte, ihre Schwestern außerhalb von Klostermauern einzusetzen: in den Elendsvierteln der Stadt, in den Dörfern zur Pflege der Kranken, zum Unterricht und für die Katechese bei Kindern und Jugendlichen, in sozial-karitativen Brennpunkten.

 

Eine religiöse Frauengemeinschaft, deren Mitglieder sich frei in der Öffentlichkeit bewegen durften und die weder ewige Gelübde noch Klausur kannten, war in der katholischen Kirche etwas völlig Neues. Ohne Schleier und Ordenstracht – sie trugen die Tracht bretonischer Landmädchen, die in Paris als Hausangestellte tätig waren – gingen sie von Haus zu Haus, betreuten dort Kranke, Alte und Waisen, kümmerten sich um Häftlinge und sorgten in den Hospitälern für eine organisierte Krankenpflege.

Das Wagnis gelang. Das Werk breitete sich rasch aus über die Grenzen Frankreichs in alle Welt. Bis heute leben und arbeiten mehr als 20.000 Schwestern in über 90 Ländern für die Notleidenden unserer Zeit.

 

In Deutschland wurden die Vinzentinerinnen mit ihren klassischen praktischen Taten bekannt. 1852 nahmen sie in Köln ihren Dienst auf. 2011 wurden die deutsche und die niederländische Provinz zur Provinz Köln-Niederlande zusammengefasst, zu der heute 120 Schwestern gehören. Das Provinzialat ist in Köln.

 

Neben den Aktivitäten, die an Institutionen gebunden sind, antworten die Vinzentinerinnen heute – wie schon Vinzenz von Paul – mit den verschiedensten Formen von Pastoralarbeit auf die dringendste geistige und geistliche Not vieler Hilfesuchender.

Mit den vinzentinischen Ursprüngen verbinden die Schwestern auch heute noch besonders die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, von Menschen mit Behinderungen und von alten Menschen.

Loyola Productions Munich

 

Loyola Productions Munich ist ein international aufgestelltes Medienunternehmen in der Tradition des Jesuitenordens.

Sie ist das deutsche Schwesterunternehmen von Loyola Productions Inc., Los Angeles. Dieses Produktionshaus steht in der langen Tradition jesuitischer Bildungsarbeit, die Menschen mit allen Sinnen ansprechen will: früher über das Theater, heute durch das Medium Film. Loyola Productions ist spezialisiert auf die Herstellung von hochwertigen Dokumentarfilmen, Promotionals und Werbefilmen.

Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postél

 

Die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postél tragen den Namen ihrer Gründerin, der heiligen Maria Magdalena Postél. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts in der Normandie geboren und gründete 1807 im französischen Cherbourg die Gemeinschaft als „Arme Schwestern der Barmherzigkeit“.

 

Die ersten deutschen Schwestern schlossen sich 1862 im Eichsfeld an. Unter dem Namen „Heiligenstädter Schulschwestern“ weiteten sie ihren Wirkungskreis von hier aus auch nach Westfalen aus. Bedingt durch die politischen Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich nach dem 1. Weltkrieg ist der deutsche Ordenszweig seit 1920 eigenständig. Das Generalat hat seinen Sitz in Heiligenstadt/Thüringen, das Provinzialat als Zentrale der Europäischen Provinz befindet sich in Bestwig/Sauerland.

 

Heute gehören zum Orden 51 Konvente und Niederlassungen mit insgesamt 300 Schwestern in Deutschland und den Niederlanden. Sie gehören zur Europäischen Provinz der Ordensgemeinschaft. Weitere 115 Schwestern sind in den Missionsländern Brasilien, Bolivien, Rumänien und Mosambik im Einsatz.

 

Der Leitspruch der Gründerin und der Gemeinschaft lautet: „Die Jugend bilden, die Armen unterstützen und nach Kräften Not lindern.“ Entsprechend weit gefächert sind die Aufgaben und Einsatzbereiche der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel bis heute.

 

Ordenskürzel: SMMP

(Sorores Mariae Magdalenae Postel)

 

smmp.de

Prämonstratenser

 

Die Prämonstratenser sind der größte römisch-katholische Orden regulierter Chorherren. Dieser Zusammenschluss selbständiger Klöster wurde im Jahr 1120 von Norbert von Xanten mit dreizehn Gefährten in Prémontré bei Laon im Norden Frankreichs gegründet. Aus diesem Ortsnamen stammt auch der Ordensname. Der weibliche Zweig sind die Prämonstratenserinnen.

 

Der Prämonstratenser-Orden zählte in seiner Blütezeit mehr als 600 selbstständige Klöster. Hauptverbreitungsgebiete waren Frankreich, Belgien, die Niederlande, das Rheinland, Schwaben, Böhmen und Ungarn. Heute zählt der Orden der Prämonstratenser-Chorherren nach dem fast vollständigen Untergang durch Reformation, Säkularisation und Kommunismus wieder über 30 selbstständige Kanonien und zahlreiche Priorate. Auf allen Kontinenten wirken circa 1400 Brüder und Schwestern des heiligen Norbert.

 

Die Prämonstratenser zählen ebenso wie die Augustiner-Chorherren und die Kreuzherren zu den Regularkanonikern. Die Prämonstratenser sind also eine Gemeinschaft von Priestern mit Ordensgelübde und keine Mönche. Sie folgen der Regel des Augustinus und gehören damit zur Familie der augustinischen Orden. Das Armuts-, Enthaltsamkeits- und Gehorsamsgelübde gehört für jeden und jede in der Gemeinschaft dazu. Auch ihre Lebensweise folgt weitgehend den monastischen Standards. Dazu gehören vor allem die Einhaltung des Stundengebets und das gemeinschaftliche Mahl.

Ordenskürzel: O.Praem.

(Candidus et tCanonicus Ordo Praemonstratensis)

 

www.abtei-hamborn.de

Steyler Missionare

 

Die Deutsche Provinz der Gesellschaft des Göttlichen Wortes, auch Steyler Missionare genannt, ist Teil einer internationalen missionarischen Ordensgemeinschaft. Patron der deutschen Provinz ist ihr Gründer, der heilige Arnold Janssen. Er initiierte 1875 das Missionshaus St. Michael im niederländischen Örtchen Steyl, aus dem dann die Gesellschaft des Göttlichen Wortes hervorging.

 

Zur Steyler Familie gehören neben den Steyler Missionaren noch zwei weitere Gemeinschaften, die der heilige Arnold Janssen im niederländischen Dorf Steyl gegründet hat: die Steyler Missionsschwestern und die Steyler Anbetungsschwestern. Außerdem sind verschiedene Freundeskreise, die mit den Steylern zusammenarbeiten und diese unterstützen, Teil der Familie.

 

In Deutschland haben die Steyler Missionare insgesamt 9 Niederlassungen und zwei Distrikte. Zur Deutschen Provinz gehört auch das Gründungshaus St. Michael in Steyl in den Niederlanden.

 

Die Steyler Missionare verstehen ihre Arbeit innerhalb der deutschen Ortskirche als Dienst für die weltweiten Aufgaben der Gemeinschaft. Sie bedienen sich dabei der vorhandenen Strukturen und Institutionen, die im Laufe der relativ langen Geschichte ihrer Niederlassungen gewachsen sind. Sie versuchen, bestehende Aufgaben und Apostolate (beispielsweise Ausbildung, Medien, Schulen, missionarische Bewusstseinsbildung) der veränderten kirchlichen und gesellschaftlichen Situation entsprechend neu zu orientieren.

 

Weltweit leben und arbeiten die Steyler Missionare seit über 130 Jahren mit den Menschen in allen Teilen der Erde. So helfen sie mit beim Aufbau christlicher Gemeinden, bauen Schulen für eine bessere Zukunft, Brunnen für ein gesünderes Leben, aber auch Brücken zwischen Kulturen und Religionen.

Ordenskürzel: SVD

(Societas Verbi Divini)

 

www.steyler.eu

Steyler Missionsschwestern

 

14 Jahre nach der Gründung der Steyler Missionare im Jahr 1875 rief Arnold Janssen 1889 den Orden der Dienerinnen des Heiligen Geistes (SSpS), wie die Steyler Missionsschwestern offiziell heißen, ins Leben. Helena Stollenwerk und Hendrina Stenmanns prägten die Anfänge der Gemeinschaft maßgeblich mit, weshalb sie als "Mitgründerinnen" betrachtet werden. Heute sind die Steyler Missionsschwestern mit rund 3300 Schwestern in annähernd 50 Ländern der Erde aktiv. Gemeinsam mit den Steyler Missionaren und den Steyler Anbetungsschwestern bilden sie die Steyler Ordensfamilie.

 

Arnold Janssen, Helena Stollenwerk und Hendrina Stenmanns sind die drei lebendigen "Grundsteine" der Kongregation. Die Spiritualität, die sie in der Gemeinschaft grundgelegt haben, verbindet die Steyler Missionsschwestern auf der ganzen Welt. Diese Spiritualität ruht auf drei Säulen: dem Leben in Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott, dem Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes und dem Leben nach dem Wort des Evangeliums.

 

Die Steyler Missionsschwestern breiteten sich von Steyl aus rasch aus. Länder wie Argentinien, Togo und Papua Neuguinea waren erste Missionsziele der Schwestern, wobei sie sich anfangs hauptsächlich in Institutionen des Erziehungs- und Gesundheitswesens engagierten. Mit den Jahren kamen dann Aufgaben in pastoralen und sozial-karitativen Bereichen hinzu. Das Verständnis, was mit Mission gemeint ist, unterlag ebenfalls einem Wandel. Heute sehen sich die Missionarinnen nicht nur als Gebende, sondern auch als Empfangende.

 

Ihre Aufgaben finden die Schwestern heute nicht mehr ausschließlich in fernen, überseeischen Ländern. Vielmehr sind die Orientierungslosigkeit im Glauben, der Einsatz für eine gerechtere Welt und das friedlichere Zusammenleben der Kulturen, die Parteinahme für die „Verlierer“ der globalen Gesellschaft für die Steyler Missionsschwestern auch hierzulande wesentliche Herausforderungen unserer Zeit, denen sie sich mit ganzer Kraft stellen.

 

Ordenskürzel: SSpS

(Congregatio Servarum Spiritus Sancti)

 

www.steyler-missionarinnen.de

Österreichische Ordenskonferenz

 

Die Österreichische Ordenskonferenz ist die gemeinsame Vertretung der katholischen Männer- und Frauenorden Österreichs. Sie ging aus der Zusammenlegung der „Superiorenkonferenz der männlichen Orden Österreich“ und der „Vereinigung der Frauenorden Österreichs“ hervor und erlangte am 8.12.2019 per vatikanischen Dekret Gültigkeit. Insgesamt sind 192 Ordensgemeinschaften Mitglieder der Ordenskonferenz, davon 106 Frauenorden und 86 Männerorden (Stand: Jänner 2021). Die Netzwerkmarke „Ordensgemeinschaften Österreich“ ist die gemeinsame Interessensvertretung der Orden in Österreich. Das Büro der Ordensgemeinschaften ist das gemeinsame Zentrum der Männer- und Frauenorden Österreichs und fördert das Miteinander der Orden als Netzwerk. Seine Aufgabe ist es, die Orden in ihrem jeweiligen Sendungsauftrag zu begleiten, in der Weiterentwicklung zu unterstützen und ihre Interessen zu vertreten.

Pallottiner

 

Wir, die Gesellschaft des katholischen Apostolates, sind eine Gemeinschaft im Rahmen eines großen internationalen Netzwerkes, der Vereinigung des katholischen Apostolates (kurz „Unio“). Die Mitglieder werden nach dem Gründer Vinzenz Pallotti auch Pallottiner genannt. Uns verbindet die Faszination des unendlichen Gottes. Es leitet uns das Vertrauen in die Zusammengehörigkeit aller Menschen, die Vision einer vereinten Menschheit, die Vielfalt und Einheit zu verbinden weiß.

Ordenskürzel: SAC (Societas Apostolatus Catholici)

 

www.pallottiner.org